Schlosserhammer

Schlosserhammer

 

Ein Schlosserhammer ist bei Heimwerkern ebenso intensiv in Gebrauch wie bei Steinmetzen, Schreinern und anderen Handwerkern. Auch aus der industriellen Verwendung ist das solide Handwerkzeug nicht wegzudenken. Es gibt allerdings nach Gewicht und Bauform wesentliche Unterschiede, welche auf die möglichen Einsatzzwecke Einfluss haben.

Aufbau und Funktionsweise eines Schlosserhammers

Der Stiel jedes Schlosserhammers besteht aus Holz oder speziellen Kunststoffen wie Fiberglas. Obenauf verbindet bei den meisten Varianten ein Schaft den Stiel mit dem Hammerkopf. Dieser Hammerkopf ist derjenige Teil des Spezialhammers, der über die mögliche maximale Kraftübertragung entscheidet.

Hinten am Hammerkopf gibt es stets eine quadratische oder rechteckige Seite. Vorn spitzt sich die Werkzeugform zu, entweder zum Halbrund (Schlosserhammer englisch), mit einer abgesetzten Pinne auf der Oberseite (französisch) oder verjüngt ohne weiteren Besonderheiten (deutsche Bauform).

Insgesamt sind Front, Mittelstück und Rücken des Hammerkopfes unterschiedlich gehärtet, so dass von Nagelschlägen in weiches Holz bis zu schweren Krafteinwirkungen beim Handvernieten in Eisen alles möglich ist.

Die Funktionsweise von Schlosserhämmern ist schlagend. Der Anwender führt durch eine kräftige Bewegung des Stiels den Hammerkopf zum Nagel, der Niete oder einem anderen Verbindungszubehör. Diese Kraft wird je nach Schlosserhammer Gewicht auf den Hammerkopf und von diesem in die Zielstelle übertragen.

Dadurch wird das Verbindungsstück in das jeweilige Material getrieben. Je nach Materialstärke sind mehrere Hammerschläge nötig, um Nagel und Untergrund zu verbinden. Die entstandene Verbindung ist so fest, dass sie sich nur mit entgegengesetzten Schlägen oder durch kraftaufwändiges Ziehen wieder aus dem Material entfernen lässt.

Ebenso halten mit dem Schlosserhammer eingeschlagene Nägel oder Nieten solide alle Erschütterungen und Traglasten ohne ein Lösen oder Nachlassen der Verbindung aus.

Formen von Schlosserhämmern

Im Laufe ihrer Anwendung haben sich vor allem durch die Ansprüche im Handwerk unterschiedliche Formen von Schlosserhämmern entwickelt. Diese drei Hauptformen sind heutzutage gewerblich und privat im Einsatz:

Deutsche Form

Die deutsche Bauform besteht aus einem sehr langen Hammerstiel, bei modernen Varianten mit gummiertem Stielende. Als Stielmaterial werden für den Hammer Holz (häufig Esche oder Hickory), Kunststoff und Fiberglas verwendet. Der Hammerkopf besteht aus speziell gehärtetem Edelstahl mit oder ohne Pulverbeschichtung.

Er ist hinten rechteckig zum Schlagen auf große Verbindungsflächen (zum Beispiel zum Umbiegen von Blechen), in der Mitte weicher und vorn verjüngt zum Schlagen auf kleine Flächen. Die feste Verbindung von Hammerkopf und Stiel entsteht durch eine leichte Verjüngung des oberen Stielendes, welches auf diese Weise exakt in das Loch in der Mitte des Hammerkopfes passt.

Kunststoff und Fiberglas sind zusätzlich verleimt oder ähnlich fest verbunden. Holz muss im Laufe vieler Gebrauchsjahre durch Aufquellen wieder passend nachbehandelt werden. Vor allem bei leichten Schlosserhämmern reicht dies aus. Bei schweren Varianten wird auch der Holzstiel zusätzlich durch Verleimen verbunden, so dass die entsprechend starken Erschütterungen nicht zum Lösen des Kopfes am Hammer führen.

Französische Form

Ein französischer Schlosserhammer unterscheidet sich durch die Form des Hammerkopfes von den anderen Varianten. Dieser Hammerkopf ist höher als bei deutschen Ausführungen gearbeitet und hat auf der Vorderseite eine abgesetzte Pinne, vor der eine schmale Vorderseite präzise Schläge mit dem Hammer auf kleine Schlagstellen erlaubt.

Der Hammerkopf besteht aus speziell gehärtetem Edelstahl, wobei auch hier beide Enten härter sind und die Mitte weicher bleibt. Der Edelstahl ist pulverbeschichtet, allerdings nur auf den Seitenflächen sowie der Unter- und Oberseite. Beide Schlagflächen sind unbeschichtet. An der Verbindungsstelle zwischen Hammerkopf und Stiel trägt das Werkzeug eine Krause aus Metall, häufig aus Kupfer oder dünnem Stahlblech. Für die Stiele französischer Schlosserhämmer sind die Holzarten Esche und Hickory sowie die weiteren, robusten Materialien Carbon, Fiberglas oder Kunststoff beliebt.

Diese Bauform heißt auch Schreinerhammer, bezogen auf den häufigsten Verwendungszweck bei Schlagarbeiten in Holz oder geeignete Kunststoffe. Bei Heimwerkern finden sich eher die leichteren Varianten, während im Schreinerhandwerk je nach Dicke der Verbindungsmaterialien eher schwere Ausführungen üblich sind.

Englische Form

Schlosserhammer Englisch

Ein englischer Schlosserhammer fällt durch seine besondere Kopfform auf. Diese besteht aus einer Kugel an einem Ende und einem runden Hammerstück mit geradem Abschluss hinten auf der anderen Seite. Die Mitte zwischen beiden Enden ist ebenfalls rund mit beidseitig abgeflachten Flächen gearbeitet.

Der Schlosserhammer englisch wird auch als Ingenieurshammer bezeichnet. Sein Vorzug ist, dass mit ihm sehr präzise Schläge ausgeführt werden können. Wegen dieses Vorteils ist der Hammer dieser Bauform im Schiffsbau, der Automobilindustrie oder bei Arbeiten zur Handvernietung besonders gut geeignet.

Der Stiel solcher Hämmer ist kürzer und leichter als bei anderen Ausführungen. Auch beim Gewicht der Hammerköpfe bleibt die englische Ausführung deutlich leichter als etwa der deutsche Schlosserhammer. Harthölzer, Kunststoff oder Fiberglas sind die am häufigsten verwendeten Materialien für die Stiele der englischen Bauform.

Bei manchen Varianten ist am Griffende noch eine Beschichtung auf dem Material aufgebracht, teilweise mit Noppen oder Rillen. Damit sollen Vibrationen abgefangen und ein Abrutschen der Hand beim Schlag verhindert werden.

Schlosserhammer – Gewicht und Verwendung

  •  Schlosserhammer 100 g – Verwendung: Leichte Nagelarbeiten, Ausrichten von Werkstücken
  • Schlosserhammer 200 g – Verwendung: Leichte Nagelarbeiten, Biege- und Umformzwecke
  • Schlosserhammer 300 g – Verwendung: Nageln, Nieten, Biegen
  • Schlosserhammer 500 g – Verwendung: universell bei Heimwerkern und Handwerkern
  • Schlosserhammer 800 g – Verwendung: Bearbeitung von Blechen (Nageln, Nieten, Biegen)
  • Schlosserhammer 1.000 g – Verwendung: Steinbearbeitung, grobe Nagelarbeiten in Holz, Metall oder Kunststoff
  • Schlosserhammer 1.500 g – Verwendung: als Fäustel für die Steinbearbeitung (Steinmetz, Baugewerbe)
  • Schlosserhammer 2.000 g – Verwendung: Abrisshilfe, Steinbearbeitung

Checkliste für einen guten Schlosserhammer

Bevor man sich für einen Hammer entscheidet, sollte man sich Gedanken um folgende Punkte machen.

Verarbeitung

Bester Schlosserhammer für seine Verwendung ist ein Modell mit fest verbundenem Hammerkopf und handlich gearbeitetem, am besten rutschfestem Stiel.

 Haltbarkeit

Ein guter Schlosserhammer hält mehrere Generationen, auch bei täglichem Einsatz. Stiel und Hammerkopf lösen sich dabei unter keinen Umständen.

 Ummantelung

Die Vibrationen von jedem Schlag werden bei Markenmodellen vom Griff und dessen Ummantelung abgefangen. So gelingt ermüdungsarmes Arbeiten über Stunden.

 Schlosserhammer Gewicht

Das Schlosserhammergewicht eines guten Modells lässt sich gut handhaben. Der Schlag durch den Anwender wird optimal auf die Schlagstelle übertragen.

 Sicherheitsmanschette

Ein Schlosserhammer im gewerblichen Einsatz hat eine Sicherheitsmanschette am Stiel. Damit wird ein Verletzungsrisiko bei Fehlschlägen minimiert.

 Präzision

Beim Schlosserhammer Test wird pro Schlag eine gute Präzision erzielt. Diese Präzision ist unter anderem das Ergebnis einer solide gearbeiteten Hammerspitze.

Materialien für die Stiele von Schlosserhämmern

Traditionell besteht der Stiel von Schlosserhämmern aus Hartholz. Aber inzwischen sind neuartige Materialien von ähnlicher Robustheit im Einsatz, die teilweise den Umgang mit dem Werkzeug ermüdungsärmer, sicher und schlagkräftig ermöglichen. Dies sind heute gebräuchliche Materialien für den Stiel von Schlosserhämmern:

Harthölzer

Verwendete Harthölzer moderner Schlosserhämmer sind Esche und Hickory. Die Stiele aus solchen Hölzern werden in der Regel transparent lackiert. Zusätzlich haben manche Modelle eine farbige Lackierung, besser noch einen gummierten Griffbereich. Diese Gummierung kann glatt oder genoppt sein.

Der Zweck der Veredelung besteht darin, eine rutschfeste Fläche für präzise Schläge auch unter ungünstigen, öligen oder feuchten Einsatzbedingungen zu schaffen. Gleichzeitig fängt eine Gummierung Vibrationen vom Schlag besser ab. Blankes, lackiertes Holz ist äußerst langlebig und gegen seine natürliche „Arbeit“ durch Nässeeinfluss gut geschützt.

Kunststoff

Der Kunststoff für die Griffe von Schlosserhämmern ist sehr hart und braucht keine weitere Beschichtung. Selbst glatte Oberflächen sind rutschhemmend und optimal zum Abfangen von Vibrationen. Außerdem erweist sich im Schlosserhammer Test Kunststoff als leichter bei gleich guter Kraftübertragung.

Vor allem leichte Hammerausführungen (zum Beispiel Ingenieurhammer) werden mit Kunststoffgriffen ausgestattet. Noppen auf der Oberfläche und eine leicht kurvige Form verbessern die Ergonomie. Farblich überwiegen bei Griffen aus Kunststoff gelb, rot und schwarz sowie anthrazit.

Fiberglas

Bei dem Material Fiberglas ist thermo- oder duroplastischer Kunststoff mit Glasfasern verbunden. Weder Sauerstoff noch Wasser noch Säuren oder andere aggressive Umwelteinflüsse können solchen Griffen etwas anhaben. Sie erlauben kräftige Schläge mit dem Schlosserhammer bei geringer Vibration.

Griffe aus Fiberglas verwittern nicht, werden nicht spröde, sind also von außen nach innen komplett verschleißarm. Allerdings kann ein Fäustel (schwerer Schlosserhammer für Steinmetzarbeiten) nur bis zu einem eingeschränkten Schlosserhammer Gewicht mit einem Griff aus Fiberglas ausgestattet werden.

Bis etwa einem Kilogramm Hammerkopf sind Griffe aus Fiberglas die modernsten und robustesten in allen Gewerken sowie dem industriellen Einsatz.

Vier typische Einsatzgebiete für einen Schlosserhammer

Allein in Deutschland ist der Schlosserhammer Aufbau der deutschen, französischen und englischen Bauweise am weitesten im Gewerbe und zu Privatzwecken verbreitet. Dies sind die vier häufigsten Einsatzgebiete für diesen Spezialhammer:

Gewerblicher Einsatz für Niet- und Biegearbeiten

Vor allem der Ingenieurhammer (Schlosserhammer englisch) wird für das Handvernieten im Schiffsbau und anderen Industriebereichen eingesetzt. Hier zählt eher die Präzision, weniger das Hammergewicht. Die Verbindung, die durch Vernieten entsteht, ist langfristig solide gegen mechanische Einflüsse geschützt.

Sie kann durchaus mit der Haltbarkeit verschweißter Bauteile verglichen werden. Biegearbeiten brauchen ebenfalls eher Präzision als robuste Kraftübertragung. Hier leisten französische Bauformen oder die dünne Spitze des deutschen Hammerkopfes die gewünschten Dienste. Biegearbeiten sind in der Automobilindustrie und Maschinenherstellung sowie im künstlerischen Bereich mit festen Materialien üblich.

Ausrichten, Begradigen und ähnlich filigrane Einsätze

Die leichtesten Bauformen von Schlosserhämmern sind bei Juwelieren und Uhrmachern in Gebrauch. Speziell ein englischer Schlosserhammer ermöglicht präzise Schläge, durch die Verbindungsstücke, Flächen und Kanten ausgerichtet werden können. Nicht die Kraft, sondern die Präzision spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Deutsche Schlosserhämmer mit kleinem Kopf und geringem Gesamtgewicht, mit langem Stiel und schmaler Vorderseite des Hammerkopfes ermöglichen ähnlich exakte Ergebnisse. Wichtig ist in diesem Einsatzbereich, dass die Kraft des Anwenders eher über die Hand als über den Arm dosiert wird.

Einsatz für Kunst-, Bastel- und Dekozwecke

Künstler arbeiten mit verschiedenen Varianten von Schlosserhämmern. Grobe Steinmetzarbeiten werden mit einem schweren Fäustel ausgeführt, Feinarbeiten zum Einschlagen von Nägeln mit einem leichteren Hammer, in der Regel der deutschen Bauform. Bastelarbeiten in Holz oder mit Verbindungen zwischen Holz und Kunststoff, dünnen Blechen und anderen, mittelfesten Materialien lassen sich sowohl mit französischen als auch deutschen Ausführungen gut ausführen. Ein englischer Schlosserhammer schlägt filigran und präzise, ist aber in der Regel teurer und nicht für jedes Einsatzziel geeignet.

Privater Einsatz beim Heimwerker

Im privaten Umfeld findet überwiegend der deutsche Schlosserhammer Verwendung. Das Gewicht solcher Modelle für private Zwecke liegt meist bei 300 bis 800 g, die Stiele werden eher mittellang bis lang gewählt.

Privat dienen Schlosserhämmer dem Einschlagen von Nägeln sowie dem Befestigen von Bauteilen, zum Beispiel bei Trockenbau- und Verlegearbeiten. Auch beim Bauen und Reparieren von Zäunen und Geländern in Hof und Garten leisten deutsche Schlosserhämmer gute Dienste.

Alternativen zum Schlosserhammer

Die Form des Hammerkopfes und die Bauart der Stiele hat sich im Laufe der Geschichte vielfältig entwickelt. Diese Alternativen zum Schlosserhammer englisch, französisch oder deutsch werden gewerblich und privat viel verwendet:

Hammervarianten für spezielle Gewerke und Einsatzbereiche

Schweißerhammer, Polstererhämmer oder Schieferhämmer sind nicht im privater Verwendung. Ebenso haben vor allem die Handwerker verschiedener Bauberufe einen Klauenhammer oder Grundsteinhammer im Einsatz.

Schwere Varianten sind der Schmiedehammer, Vorschlaghammer oder Zughammer. Fast alle genannten Alternativen sind schwerer als Schlosserhämmer und dienen außer dem Schlagen auf Materialien auch dem Entfernen bereits eingeschlagener Nägel.

Hammervarianten nach dem Material des Hammerkopfes

Die Bezeichnung Holzhammer, Kupferhammer oder Kunststoffhammer beschreibt das Material des Hammerkopfes. Indem dieses Material leichter und die Kopfform anders als beim Schlosserhammer mit Finne (französische Bauform) ist, schont der Einsatz die bearbeitete Stelle und nimmt teilweise Vibrationen besser von Hand und Arm der Anwender weg. Ein magnetischer Stahl- und Eisenhammer ist schwer und eignet sich gut, um die einzuschlagenden Nägel vor dem Einsatz bereits am Hammerkopf zu fixieren.

Schlosserhammer Test

Ein Schlosserhammer Test ist nötig, um die Eignung eines Modells für den geplanten Einsatzzweck herauszufinden. Nach diesen Kriterien wird dabei am besten vorgegangen:

Was wird getestet?

Vor allem das Gewicht des Hammers, die Länge des Stiels und die Form des Hammerkopfes sind entscheidend für das Testergebnis. Je schwerer ein Modell ist, desto grobere Schlagarbeiten können damit ausgeführt werden. Ein langer Stiel erlaubt kräftige Schläge mit viel Schwung, ein kurzer Stiel eher kurze Schläge, deren Wucht Materialien trennt (zum Beispiel bei der Steinbearbeitung). Ein schmaler, leichter Hammerkopf erlaubt filigrane Arbeiten, eine große Bauform hohe Kraftübertragung, beispielsweise bei Handvernietungen.

Wie wird getestet?

Getestet werden kann durch Ansicht, am besten durch eine Handprobe. Gut geeignet sind für den Test Probematerialien. Diese sollten in Dicke und Härte dem später bevorzugten Material entsprechen. Wer viel in Holz arbeitet, sollte daher Holzproben wählen, wer eher flexibel bleiben möchte, kann verschiedene Einsatzergebnisse auch mit Kunststoff, Stein und Metall ausprobieren.

Darauf sollte im Schlosserhammer Test geachtet werden

Beim besten Testergebnis sind nur wenige Schläge für den Einsatzfortschritt nötig, und das darunterliegende Material wird nicht beschädigt. Die Handhabung des Hammers ist einfach. Eine Ermüdung tritt auch nach vielen Schlägen kaum ein, da Vibrationen gut abgefangen werden. Schließlich sollte auch auf eine rutschfeste und ergonomisch vorteilhafte Stielform geachtet werden.

So wird der Schlosserhammer richtig genutzt

Schritt Eins: Obwohl Schlosserhämmer fast überall privat und gewerblich in Gebrauch sind, werden Sicherheitsvorkehrungen oft nicht bedacht und eingehalten.

Daher sollte dies für sicheren Umgang beachtet werden:

1. Eine Schutzbrille minimiert das Verletzungsrisiko zurückspringender Nägel beim Einschlagen.
2. Arbeitshandschuhe sichern die Hände der Anwender vor Verletzungen durch Fehlschläge.
3. Ein Hammer mit wackeligem Hammerkopf oder gesplitterten Stellen am Stiel darf keinesfalls verwendet werden.

Auch Wackeln während des Einsatzes deutet auf einen Defekt hin. Ein solcher Hammer muss sofort ausgetauscht werden. Auch bei feinen, leichten Schlägen könnte sich der Anwender sonst verletzen, falls sich der Hammerkopf mit Schwung während des Einsatzes vom Stiel löst.

Schritt Zwei: Mit der breiten Rückseite der Schlosserhämmer können grobe, lange Nägel gut in den Untergrund getrieben werden. Diese Seite ist für die Arbeit an gut zugänglichen Einsatzstellen geeignet. Die Einsatzumgebung muss frei von Hindernissen sein, damit die Hand, die den Nagel hält, genügend Platz zum Festhalten und die andere zum Schlagen hat.

An eckigen oder engen Einsatzstellen kommt der schmalere vordere Teil des Hammerkopfes zum Einsatz. Er dient ebenso leichten Schlägen auf kleine Nägel oder zum Ausrichten eines Werkstücks. Je feiner der Einsatzzweck, desto vorsichtiger sollte die Kraft beim Zuschlagen dosiert werden.

Schritt Drei: Das Hammergewicht sollte für den jeweiligen Einsatz nicht zu hoch sein. Besser ist es, bei Bedarf ein zweites, schweres Modell für harte Materialien wie Stein oder Metall anzuschaffen. Auch einige Harthölzer können nur mit einem Hammer von entsprechendem Gewicht durchdrungen werden.

Ein kleiner Hammerkopf reicht für das Einschlagen von Nägeln in Wände einer Wohnung aus. Auch ist die Präzision solcher kleinen Ausführungen speziell zu Dekorationszwecken optimal. Das Gewicht hängt auch vom Material des Stiels ab. Fiberglas bietet hier die besten Werte. Es ist fest, aber leicht und dennoch stabil für die gewünschte Kraftübertragung.

Schritt Vier: Beim ersten Schlag mit dem Hammer auf einen Nagel sollte nur wenig Kraft aufgewendet werden. Dieser Schlag dient zunächst dem Fixieren im Untergrund. Erst bei richtigem Sitz folgen die Schläge, mit denen der Nagel fest und tief als Verbindung in Wand, Bretter oder Fassaden getrieben wird.

Auch hierbei muss darauf geachtet werden, dass die aufzuwendende Kraft dosiert eingesetzt wird. Holz ist dabei robuster als Putz oder Kunststoff. Aber auch eine Holzleiste splittert oder wird verletzt, wenn der Hammerkopf abrutscht oder zu fest auf die flache Oberfläche trifft.

Fazit:
Schlosserhämmer gehören zu den vielseitigsten Hammerausführungen im gewerblichen und privaten Einsatz. Je nach Einsatzzweck eignen sich englische, französische oder deutsche Bauformen zum Einschlagen von Nägeln oder Nieten oder zum Ausrichten und Biegen von Werkstücken.

Gegebenenfalls kommen statt der Schlosserhämmer andere Spezialhämmer zum Einsatz, diese aber überwiegend in den jeweiligen Gewerken und Branchen.