Fäustel

Faeustel mit Fiberglasstiel

Wenn nur noch pure Gewalt hilft

Der Fäustel ist der kleine Bruder des Vorschlaghammers und der große Bruder vom Schlosserhammer. Filigran ist nicht sein Ding. Mit ihm haut man ordentlich drauf.

Verwendet wird er hauptsächlich bei allen Tätigkeiten rund um Steine, Mauern, im Bau oder bei Natursteinen.

Im Vergleich zum universellen Hammer ist ein Fäustel quadratisch und mit zwei flachen Seiten ausgestattet.

Das Gewicht zwischen 1.000 und 2.000 Gramm hat sich bei allen Tätigkeiten mit ihm bewährt, sodass hier ermüdungsfreies Arbeiten möglich ist.

Was zeichnet einen guten Fäustel aus?

Festigkeit

Kopf und Stiel des Fäustels sind fest miteinander verbunden. Bei der Arbeit darf nicht wackeln oder abrutschen.

Griff

Fäustel mit einen Griff aus Fiberglas- Kuststoffgemisch federn die Schläge auf Wände oder Steine ab und schonen so das Handgelenk.

Individualität

Fäustel stehen in verschiedenen Gewichten bereit, um für unterschiedliche Arbeiten eingesetzt zu werden.

 Schmiedearbeit

Der Kopf sollte massiv sein und auch nach längerer Arbeit noch seine Form behalten.

Typische Einsatzgebiete

Die Verwendung des Fäustels von Hand- und Heimwerkern

Der Fäustel wird vor allem im professionellen Handwerk von Baubetrieben, Straßenbaubetrieben, Steinmetzen oder Elektrikern verwendet, um gemeinsam mit einem Meißel Werkstoffe wie Mauerwerk oder Stein bearbeiten zu können.  Auch Heimwerker verwenden den Fäustel in der Regel für Stemmarbeiten, die am Mauerwerk durchgeführt werden. Für kleinere Abbrucharbeiten eignet er sich ebenfalls gut, speziell dann, wenn kein Bohrhammer vorhanden ist oder das Gestein mit Gefühl bearbeitet werden muss. Auch Bildhauer verwenden für ihre Tätigkeiten den Fäustel. Am Anfang der Gestaltung seiner Skulpturen muss der Bildhauer den Stein bearbeiten. Mit dem geeigneten Werkzeug lässt sich der Stein viel schneller und exakter bearbeiten. Entscheidend ist hier, dass der Bildhauer für seine künstlerische Tätigkeit die richtigen Materialien und Werkzeuge auswählt. Dazu gehört auch der Fäustel. Erst, wenn das richtige Werkzeug genutzt wird, gelingt die Arbeit einwandfrei.

Weitere Einsatzgebiete

Geologen arbeiten ebenfalls oft mit diesem Werkzeug, da hier die Unterscheidung von herkömmlichen Hämmern durch ihre Verarbeitung wichtig ist. Hauptsächlich arbeiten Geologen mit einem besonderen Werkzeug, das aus einem Stück geschmiedet ist und anschließend speziell gehärtet wird. So wird das materialbedingte Splittern verhindert. Aufgrund einer besseren Griffigkeit und Handhabung ist der Stiel des Fäustels mit Kunststoff oder Leder überzogen. In Bezug auf die Schlagkraft und der verschiedenen Stufen der Gesteinsverarbeitung, dazu gehören feinere Steinverarbeitungen oder grobes Zerschlagen, sind die Werkzeuge in verschiedenen Gewichten, Arten des Hammerkopfs und Stiellängen verfügbar. Der Fäustel wird beim groben Einschlagen von großen Felsen oder Gesteinen verwendet. Typisch für ihn sind seine quaderförmigen und flachen Flächen, die sich auf der Vorder- und Rückseite seines Kopfes befinden. Er dient auch zur Zerkleinerung des Gesteins.

Der Fäustel ist ein vielseitiges Werkzeug, das sich für die verschiedensten Arbeiten im Bereich Gesteins- oder Mauerwerkszerkleinerung eignet.

Zubehör: Fäustel mit Gummiaufsatz

Wie bereits erwähnt, gibt es Gummiaufsätze als Zubehör für das Werkzeug. Mit diesen Aufsätzen, die in der Regel in der Farbe Schwarz angeboten werden, ist ein schonenderes Arbeiten möglich. Häufig werden die Werkzeuge bereits im Set mit diesem Gummiaufsatz angeboten, sie stehen aber auch einzeln zum Kauf bereit. Um den Aufsatz zusammen mit dem Werkzeug zu verwenden, wird er einfach auf die Fläche des Fäustels gestülpt, bis er fest darauf sitzt.

Der Gummiaufsatz ist im Fachhandel erhältlich und kann auch online bestellt werden.

Fäustel Test – was ist beim Kauf des Werkzeugs zu beachten?

In der Regel werden die Werkzeuge aus Stahl oder Eisen gefertigt, während der Stiel des Fäustels aus Holz, Metall oder Fiberglas hergestellt werden kann. Besteht der Stiel aus einem 2-Komponenten-Fiberglas-Gemisch, ist er besonders haltbar. Das liegt daran, dass dazu ein spezieller Kunststoff verwendet wird, der im inneren einen Glasfaserkern besitzt. Wichtig ist, dass Kopf und Stiel des Fäustels wirklich sicher miteinander verbunden sind. Beim Kauf des Werkzeugs ist deshalb auf eine gute Verarbeitung und hochwertiges Material zu achten. Zudem muss er für die jeweiligen Tätigkeiten das geeignete Gewicht aufweisen. Darüber hinaus muss er gut in der Hand liegen, damit eine leichte Bedienung und Handhabung möglich sind. Werkzeuge mit einem Stiel aus Stahlrohr sind leichter als mit Stielen aus Vollmaterialien. Häufig gehört auch eine Schutzhülle für den Stiel zum Schutz des Fäustels dazu, die einen praktischen Transport ermöglicht. Einige Modelle sind bereits mit Gummiaufsatz für die Schlagfläche verfügbar, damit das Werkzeug auch als Schonhammer verwendet werden kann. Wird das Werkzeug gemäß der DIN Norm 6475 hergestellt, entspricht es den Vorgaben des deutschen Regelwerks der Technik.

Im Einsatz – so wird der Fäustel richtig genutzt

Seine Bezeichnung hat das Werkzeug erhalten, weil es durchaus an die Form einer geballten Faust erinnert. Mit ihm werden durch die Hand geführte Meißel in das Mauerwerk oder in das Gestein getrieben. Dabei kommt ihm das deutlich höhere Gewicht als beispielsweise das vieler Schlosserhammer zugute. Gemeinsam mit dem Meißel können Steine formatiert , Oberflächen gestaltet oder größere Steinstücke zerschlagen werden.

Fäustel mit einem Holzstiel vermitteln beim Arbeiten ein angenehmes Gefühl, vor allem bei kalten Temperaturen. Stiele aus Stahl werden in der Regel im Bereich der Hände mit einem Überzug aus Gummi oder Kunststoff ausgestattet. Allerdings fühlt sich auch der Stiel aus Glasfiber gut in der Hand an und ermöglicht eine leichtere Handhabung.